
Hirsche sind in Neuseeland nicht heimisch. Die ersten Exemplare wurden Mitte des 19. Jahrhunderts aus England und Schottland als Wildtiere auf die Inseln gebracht und hauptsächlich in der Region der Südalpen ausgesetzt. Dank der idealen Bedingungen breitete sich ihre Population schnell aus, und im 20. Jahrhundert wurde das Wild zu einem ökologischen Problem, das die einheimischen Waldbestände bedrohte.
Das änderte sich in den 1960er Jahren, als der Export von Wildbret begann - die ursprünglich unerwünschte Art wurde zu einem wertvollen Exportgut. Pioniere in dieser Branche erkannten weiteres Potenzial und begannen in den 1970er Jahren damit, wilde Hirsche zu fangen und sie in die landwirtschaftliche Zucht zu überführen. So entstand eine neue Agrarindustrie, die sich schnell über das ganze Land ausbreitete.
Mit der Entwicklung der professionellen Landwirtschaft und der Einführung der ersten Lizenzen in den 1970er Jahren begannen die neuseeländischen Landwirte, andere Verwendungszwecke zu entdecken, z. B. die Produktion von Hirschsamt. Schnell wurden strenge Standards für eine humane Samternte eingeführt, was zur Schaffung eines weithin anerkannten Regulierungssystems führte, das als "National Velvetting Standards Body" bekannt wurde.
Nach traditionellem Māori-Verständnis entsteht langfristige Vitalität aus der Harmonie zwischen Individuum, Natur und Gemeinschaft. Wenn dieses Verhältnis im Gleichgewicht ist, kann Mauri – die Lebenskraft – frei und ungehindert fließen.








In der Māori-Philosophie spiegelt diese Art von Fortschritt die allmähliche „Klärung“ des Mauri – der Lebenskraft – wider, die freier fließen kann, sobald Hindernisse beseitigt sind und dem Körper Raum gegeben wird, seinen natürlichen Rhythmus wiederherzustellen.
Die moderne Wissenschaft bestätigt heute, was die Māori seit Generationen wussten: Der Zustand eines Systems beeinflusst stets die anderen. Ein gestärktes Immunsystem steigert die Energie. Verbesserte Regeneration führt zu gesteigerter Leistungsfähigkeit. Ein wiederhergestelltes Stoffwechselgleichgewicht optimiert die Funktion des gesamten Körpers.
Dieses Engagement spiegelt die Werte der Māori wider, in denen die Beziehung zum Land (whenua) von Verantwortung, Respekt und Ausgewogenheit geprägt ist. Was die Natur uns schenkt, muss mit Dankbarkeit und im Bewusstsein ihrer Auswirkungen auf zukünftige Generationen genutzt werden.
Heute bestätigen moderne Forschungsergebnisse viele dieser traditionellen Erkenntnisse: Marine Bioaktiva, Pflanzenextrakte und tierische Verbindungen können zelluläre Prozesse, Regeneration und Stoffwechselgleichgewicht beeinflussen.
Diese Philosophie steht im Einklang mit den Prinzipien der Māori, wo Gesundheit als Einheit von Körper, Geist, Seele und Beziehungen (te whare tapa whā) verstanden wird. Wenn eine Säule schwächer wird, verliert die gesamte Struktur an Festigkeit – aber wenn sie gestützt wird, kann Mauri (die Lebenskraft) frei fließen.












